Eine Affäre finden: Was Sie wissen sollten

Frau bei Kerzenlicht in einem eleganten Wohnzimmer am Abend

Kurz gesagt: In der Schweiz führen vier Wege zu einer Affäre: ein Portal, eine Kleinanzeige, ein Telefondienst oder das eigene Umfeld. Klären Sie vorher die persönlichen und rechtlichen Folgen und wie viel Diskretion Sie brauchen. Auf Portalen bleiben anfangs viele Nachrichten unbeantwortet; ein erkennbares Foto, eine persönliche erste Nachricht und Regelmässigkeit helfen. Das erste Treffen: kurz, an einem öffentlichen Ort.

Die Gründe, warum Menschen sich für eine Affäre interessieren, sind unterschiedlich – fehlende Nähe in der bestehenden Beziehung, Neugier, oder schlicht der Wunsch nach Abwechslung. Wir bewerten diese Gründe nicht, aber wir empfehlen, sich vorher ein paar ehrliche Fragen zu stellen.

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Bevor Sie sich anmelden

  • Sind Sie sich über die persönlichen und rechtlichen Konsequenzen im Klaren?
  • Wie wichtig ist Ihnen absolute Diskretion, und ist die gewählte Plattform dem gewachsen?
  • Haben Sie realistische Erwartungen an das, was ein solches Portal leisten kann?

Diskretion als Voraussetzung

Wenn Sie eine Affäre in Betracht ziehen, ist Diskretion nicht verhandelbar. Unsere Seite zu Diskretion & Sicherheit fasst zusammen, worauf Sie technisch und praktisch achten sollten.

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Was am Anfang tatsächlich passiert

Die erste Woche verläuft bei fast allen gleich, und sie fühlt sich enttäuschender an, als sie
ist. Sie legen ein Profil an, schreiben einige Nachrichten und erhalten wenige oder keine
Antworten.

Das ist der Normalfall. Auf beiden Seiten bleibt der Grossteil der Nachrichten unbeantwortet,
und die Mehrheit der Gespräche endet, bevor ein Treffen zur Sprache kommt. Wer das weiss, hört
nicht nach drei Abenden auf.

Die drei Dinge, die Sie vollständig kontrollieren

Das Profil. Ein scharfes Foto, auf dem man Sie erkennt, und zwei oder drei
Sätze, die etwas Konkretes sagen. Kein Foto zu verwenden macht Sie nicht diskret, sondern
unsichtbar. Ein neutraler Innenraum als Hintergrund löst den Konflikt.

Die erste Nachricht. Der wirksamste Hebel überhaupt und der am seltensten
genutzte. Zwei Sätze, die zeigen, dass Sie das Profil gelesen haben, und eine beantwortbare Frage.

Die Regelmässigkeit. Die Aktivität konzentriert sich auf die Abendstunden.
Ein Login pro Woche zeigt Ihnen einen Ausschnitt und macht Sie selbst kaum sichtbar.

Der Rhythmus

Kommt ein Gespräch in Gang, ziehen Sie es nicht über Wochen. Nach einigen Nachrichten etwas
vorzuschlagen wird besser aufgenommen als ein endloser Austausch.

Umgekehrt: Bleibt eine Antwort aus, kommt sie wahrscheinlich nicht mehr. Eine einzige
Nachfrage, mit Abstand und ohne Vorwurf, ist das Maximum.

Vor dem ersten Treffen

Kurz, an einem öffentlichen Ort, zu einer vernünftigen Zeit. Das ist keine Ängstlichkeit,
sondern das, was beide Seiten entspannt. Ein Glas für eine Stunde, das sich verlängert, ist
besser als ein dreistündiges Abendessen, das man sich nicht abzukürzen traut.

Und jemandem sagen, wo man ist — ein vernünftiger Reflex für alle.

Wenn nichts passiert

Bevor Sie das Portal in Frage stellen, prüfen Sie in dieser Reihenfolge: das Profil (gibt es
ein Foto, steht dort mehr als eine Zeile), die letzten fünf ersten Nachrichten (liessen sie sich
unverändert an jede andere Person schicken), und die Region im kostenlosen Bereich. Erst danach
das Portal.

Wo man in der Schweiz eine Affäre findet: vier Wege, vier Logiken

Wer bei Google.ch nach einer Affäre oder einem Seitensprung sucht, bekommt eine auffällig
gemischte Ergebnisseite: Seitensprung-Portale, Kleinanzeigen-Rubriken, Telefon-Kontaktdienste
und Vermieter von Stundenzimmern stehen nebeneinander. Das sind keine Varianten derselben Sache,
sondern vier verschiedene Wege, mit jeweils eigenem Preismodell und eigenem Risiko.

Weg Wie der Kontakt entsteht Wie bezahlt wird Das Hauptrisiko
Seitensprung-Portal Profil, Nachrichten, Treffen — alle Beteiligten haben dieselbe Absicht angegeben Anmeldung meist gratis, Schreiben kostenpflichtig (Abo oder Guthaben) Abo-Verlängerung, Profile, die nicht von echten Mitgliedern stammen
Kleinanzeigen-Rubrik Ein öffentliches Inserat, Antwort per Formular, E-Mail oder Telefon Lesen und Inserieren oft gratis Keine Prüfung der Person, kommerzielle Angebote getarnt als private
Telefon- oder Live-Kontaktdienst Anruf bei einer Nummer, nicht bei einer Privatperson Pro Minute oder pauschal, über die Telefonrechnung oder die Karte Kosten, die erst im Kleingedruckten stehen — und es ist kein Treffen
Das eigene Umfeld Arbeit, Verein, Freundeskreis Nichts Die Diskretion: Beide Leben überschneiden sich bereits

Ein Seitensprungzimmer gehört nicht in diese Liste:
Es ist ein Ort für ein Treffen, kein Weg, jemanden kennenzulernen. Es taucht in denselben
Suchergebnissen auf, löst aber ein anderes Problem.

Wo findet man am besten einen Seitensprung?

Die kurze Antwort: dort, wo die andere Person dieselbe Absicht schon angegeben hat. Das ist der
eigentliche Unterschied zwischen einem Seitensprung-Portal und allen anderen Wegen — nicht die
Technik, nicht die Mitgliederzahl, sondern dass niemand erklären muss, was er sucht.

Auf einer gewöhnlichen Singlebörse ist das Gegenteil der Fall. Dort geht das Gegenüber in der
Regel davon aus, dass Sie frei sind. Wer verschweigt, dass er gebunden ist, verschiebt das
Problem nur auf das erste oder zweite Treffen — und macht eine dritte Person zur Betroffenen, die
nichts davon wusste.

Das eigene Umfeld ist der naheliegendste Weg und zugleich der mit dem höchsten Preis, wenn es endet: Man begegnet sich weiter, am Arbeitsplatz, im Verein,
im Quartier. Wer bewusst einen Weg ausserhalb davon wählt, tut das selten aus Bequemlichkeit,
sondern genau deshalb.

Wo finde ich eine Affäre in der Schweiz — auch ausserhalb von Zürich?

Die Frage ist berechtigt, denn die Dichte ist das, was die Erfahrung am stärksten bestimmt. In
Zürich, Basel, Bern oder Genf finden Sie auf denselben Portalen ein völlig anderes Bild als im
Jura, im Oberwallis oder in den Bündner Tälern. Drei praktische Konsequenzen:

  • Prüfen Sie die eigene Region im kostenlosen Bereich, bevor Sie irgendetwas
    bezahlen. Die meisten Portale zeigen vor dem Bezahlen, ob es in Ihrer Umgebung überhaupt
    Aktivität gibt.
  • Wählen Sie den Suchradius grosszügig. Das erhöht nicht nur die Auswahl, es
    senkt auch die Wahrscheinlichkeit, auf jemanden aus dem eigenen Ort zu stossen.
  • Denken Sie an die Sprachgrenze. Wer in Biel, Freiburg oder im Wallis wohnt,
    sollte beide Sprachversionen eines Portals ansehen: Die Nutzerbasis ist selten gleich verteilt.

Welche Plattform ist die beste?

Eine ehrliche Antwort lautet: Das lässt sich für die Schweiz nicht allgemein sagen, und wer es
mit einer Note beantwortet, misst etwas, das er nicht messen kann. Kein Anbieter veröffentlicht
überprüfbare Zahlen zu aktiven Mitgliedern pro Kanton.

Was sich dagegen prüfen lässt, sind drei Dinge — und sie entscheiden mehr als jede Rangliste:

  1. Ab wann gezahlt werden muss und was die Zahlung freischaltet.
  2. Wie lange ein Abo läuft, ob es sich verlängert und wie man es kündigt. In der
    Schweiz ist das keine Nebensache, weil es bei einer Online-Anmeldung kein allgemeines
    Widerrufsrecht gibt.
  3. Ob die Geschäftsbedingungen erlauben, dass Profile vom Anbieter selbst betrieben
    werden.
    Die Stiftung für Konsumentenschutz rät, in den AGB nach Begriffen wie
    «Animateur» oder «Moderator» zu suchen
    (konsumentenschutz.ch). Was Chat-Moderatoren konkret tun und wie sie bezahlt werden, erklärt dieser Beitrag über Chatmoderatoren.

Wie man diese drei Punkte in wenigen Minuten nachprüft, zeigt unsere Seite
Seitensprung-Portale erkennen. Welche
Anbieter wir nach diesen Kriterien empfehlen, steht im
Vergleich der Seitensprung-Portale in der Schweiz.

Und kostenlos?

Bei den meisten Seitensprung-Portalen sind Anmeldung und Profil gratis, das Schreiben nicht.
Vollständig kostenlos sind vor allem gewöhnliche Singlebörsen und Kleinanzeigen — mit den
Nachteilen, die die Tabelle oben zeigt: Auf der Singlebörse passt die Absicht nicht, bei der
Kleinanzeige fehlt jede Prüfung.

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Die Links zu den Portalen sind Partnerlinks: Wenn Sie sich nach einem Klick anmelden, erhalten wir unter Umständen eine Vergütung. Für Sie entstehen keine Mehrkosten. Mehr dazu in unseren redaktionellen Richtlinien.

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