Neben Online-Portalen für diskrete Kontakte gibt es in der Schweiz ein zweites, verwandtes Konzept: das Seitensprungzimmer. Anders als eine Dating-Plattform vermittelt ein Seitensprungzimmer keine Kontakte – es handelt sich um Räume oder Wohnungen, die stunden- oder tageweise diskret vermietet werden, meist für Personen, die sich bereits kennen und einen neutralen, privaten Ort suchen.
Wie unterscheidet sich das von einem Dating-Portal?
Ein Seitensprung-Portal wie die auf Seitensprung Schweiz vorgestellten Plattformen hilft dabei, überhaupt erst einen Kontakt zu finden. Ein Seitensprungzimmer setzt einen Schritt später an: Es geht nicht um das Kennenlernen, sondern um einen diskreten Ort für ein bereits vereinbartes Treffen – relevant vor allem für Personen, die keine eigene Wohnung nutzen möchten oder können.
Worauf Sie bei der Anmietung achten sollten
- Diskrete Buchung – erfolgt die Reservierung ohne unnötige persönliche Angaben, und wird die Zahlung diskret abgewickelt?
- Klare Lage-Angaben – seriöse Anbieter nennen die Lage erst nach Buchungsbestätigung, nicht öffentlich mit genauer Adresse.
- Transparente Preise – Stunden- oder Tagespreise sollten vorab klar ersichtlich sein, ohne versteckte Zusatzkosten.
- Hygiene und Ausstattung – wie bei jeder kurzfristigen Raummiete lohnt sich ein Blick auf Bewertungen oder Fotos, sofern vorhanden.
Verfügbarkeit in der Schweiz
Solche Angebote existieren in unterschiedlicher Form in mehreren grösseren Schweizer Städten, etwa Zürich, Bern, Basel, Luzern, St. Gallen und Winterthur sowie im Kanton Aargau – die konkrete Verfügbarkeit und Ausstattung unterscheidet sich jedoch von Anbieter zu Anbieter. Wir listen an dieser Stelle keine spezifischen Anbieter, da wir deren Angebote nicht selbst geprüft haben; prüfen Sie vor einer Buchung dieselben Kriterien wie bei jedem anderen diskreten Angebot.
Diskretion bleibt entscheidend
Auch bei einem gebuchten Raum gelten dieselben Grundsätze wie bei jedem diskreten Treffen. Unsere Seite zu Diskretion & Sicherheit fasst zusammen, worauf es bei der digitalen und persönlichen Sicherheit ankommt.
Worum es bei diesem Begriff wirklich geht
Der Ausdruck taucht in Suchanfragen regelmässig auf und meint schlicht: einen diskreten Ort für
ein Treffen. In der Praxis heisst das in der Schweiz meist ein Hotelzimmer, gelegentlich eine
kurzzeitig gemietete Wohnung.
Es gibt dafür keine eigene Branche und keine spezialisierten Anbieter — wer etwas anderes
behauptet, verkauft Ihnen etwas. Was es gibt, sind ganz normale Beherbergungsangebote und ein paar
praktische Überlegungen, die den Unterschied machen.
Die praktischen Punkte
Die Buchung läuft auf einen Namen. Das ist unvermeidbar und in der Schweiz
zusätzlich durch die Meldepflicht in Beherbergungsbetrieben geregelt. Wer damit nicht rechnet,
wird an der Rezeption überrascht.
Die Abrechnung erscheint auf der Kartenabrechnung. Mit dem Namen des Hotels.
Barzahlung ist in vielen Häusern weiterhin möglich, wenn das für Sie eine Rolle spielt.
Lage schlägt Ausstattung. Ein Haus an einer Durchgangsstrasse in einer
mittelgrossen Stadt ist unauffälliger als ein Boutiquehotel im Ortszentrum, wo man sich kennt.
In der Schweiz mit ihren kleinen Gemeinden gilt das doppelt.
Parkplatz und Zugang. Eine Tiefgarage ist praktischer als ein Parkfeld an der
Hauptstrasse. Klingt banal, ist aber der Punkt, den Leute im Nachhinein am häufigsten nennen.
Was Sie nicht brauchen
- Spezialangebote «für diskrete Treffen». Das ist Marketing. Ein normales
Hotelzimmer erfüllt denselben Zweck ohne Aufpreis. - Vermittlungsdienste. Wenn jemand Geld dafür verlangt, Ihnen ein Zimmer zu
besorgen, das Sie selbst in zwei Minuten buchen könnten, ist die Frage beantwortet. - Vorauszahlung ausserhalb der üblichen Kanäle. Eine Anfrage nach Überweisung
oder Gutscheinkarte für eine angebliche Reservierung ist eine bekannte Betrugsmasche.
Die Sicherheitsseite, kurz
Ein erstes Treffen an einem öffentlichen Ort — ein Kaffee, eine Bar — vor allem anderen ist
kein Misstrauen, sondern das, was beide Seiten entspannt. Es gibt keinen Grund, diesen Schritt
zu überspringen, und mehrere, ihn nicht zu überspringen.
Ausserdem: jemandem sagen, wo man ist. Ein Reflex, der für alle gilt und nichts kostet.
Die Links zu den Portalen sind Partnerlinks: Wenn Sie sich nach einem Klick anmelden, erhalten wir unter Umständen eine Vergütung. Für Sie entstehen keine Mehrkosten. Mehr dazu in unseren redaktionellen Richtlinien.
Die Spur, die nicht im Zimmer entsteht, sondern auf dem Konto
Bei einem Stundenhotel wird die Diskretion fast immer am falschen Ort gesucht. Der Aufenthalt
selbst hinterlässt wenig. Was bleibt, steht auf der Kartenabrechnung, im Kalender des
Mobiltelefons und in der Standortchronik, die viele Geräte im Hintergrund führen.
Drei Punkte, die sich ohne Aufwand klären lassen, bevor gebucht wird:
- Die Bezeichnung auf der Abrechnung. Fragen Sie vor der Buchung, unter
welchem Namen der Betrag erscheint. Manche Häuser rechnen unter dem Hotelnamen ab, andere unter
einer Betreibergesellschaft. Beides ist zulässig — nur sollten Sie wissen, welches gilt. - Barzahlung. Wo sie möglich ist, entsteht die Spur gar nicht erst. Ob sie
möglich ist, sagt Ihnen das Haus auf Anfrage. - Das Gerät. Standortverlauf und automatische Kalendereinträge aus einer
Buchungsbestätigung sind die häufigste unbeabsichtigte Spur. Sie lassen sich vorher abschalten.
Wir nennen hier bewusst keine Häuser, keine Preise und keine Hausregeln. Tarife und
Konditionen ändern sich, und eine Angabe, die beim Lesen schon veraltet ist, wäre schlechter als
keine. Fragen Sie direkt beim Haus — das ist ohnehin die einzige verlässliche Quelle.
Für alles, was ausserhalb des Zimmers passiert, gilt dasselbe Prinzip wie bei einer
Anmeldung auf einem Portal: Die Datenbearbeitung in der Schweiz untersteht seit dem
1. September 2023 dem revidierten Datenschutzgesetz, das Auskunft und Löschung ausdrücklich
vorsieht. Quelle: EDÖB, edoeb.admin.ch.